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Produktarten · Druckweiterverarbeitung

Präsentations- und Angebotsmappen: Mappen kleben, befüllen und verpacken

Präsentations- und Angebotsmappen kleben wir an Klebeanlage I oder II mit Dispersionskleber, bei lackierten Laschen an der Hot-Melt-Anlage III, pressen sie bis zur Abbindung und befüllen sie auf Wunsch mit 2 bis 20 Einlegern nach Stückliste. Auftraggeber sind Akzidenzdruckereien, Digitaldruckereien und Agenturen aus Deutschland und Österreich; eine Partnerspedition holt die Zuschnitte binnen 24 Stunden ab. Das Kleben kostet 1 ct – 3 ct je Mappe zuzüglich einmalig 60 € – 180 € Einrichtung, das Zusammentragen 1 ct – 3 ct je Einleger – Richtwert – Angebot nach Anfrage und Muster.

Präsentations- und Angebotsmappen – Weiterverarbeitung bei APOOL WERKE in Tschechien

Welche Arbeitsschritte übernehmen wir bei Präsentations- und Angebotsmappen?

Aus der Druckerei kommen die Mappen als flach liegende, vorgestanzte und gerillte Zuschnitte: Rücken, zwei Deckel, eine oder zwei Taschen mit Klebelasche und oft ein Visitenkartenschlitz. Bei uns läuft der Auftrag in fünf Schritten. Am Wareneingang prüfen wir Rillung und Laufrichtung am ersten Zuschnitt jeder Palette. An der Anlage bekommt die Klebelasche eine schmale Kleberspur, die Tasche wird auf Anschlag eingeschlagen. Die Pressanlage hält die Tasche unter Druck, bis der Kleber abgebunden hat. Danach wird die Mappe entlang der Rillung vorgebrochen, befüllt und in Ihrer Verpackungseinheit kartoniert. Die zugehörige Leistung heißt Präsentationsmappen und Schuber kleben.

Welche Klebeart passt, entscheidet die Oberfläche der Lasche. Auf ungestrichenem oder dispersionslackiertem Karton genügt die Flächenverklebung mit Dispersionskleber; an der Klebeanlage schaffen wir damit 1.000 bis 1.500 Mappen je Stunde. Liegt UV-Lack, Softtouch oder eine Folienkaschierung über der Klebefläche, nehmen wir die Hot-Melt-Verklebung. Eine aufgesetzte Visitenkarte, ein Stoffmuster oder ein Gutschein auf der Innenseite sitzt mit der Klebepunkt-Verklebung, die von Hand gesetzt wird. Jedes Erstmuster bekommt einen Klebetest: Wir lassen die Verklebung 24 Stunden abbinden, prüfen sie auf Ihrem Lack oder Ihrer Kaschierung und schicken Fotos zur Freigabe.

Befüllt wird an Zusammentragplätzen mit Fächerregal: Jeder Platz legt die Einleger in der Reihenfolge der Stückliste zusammen, stößt sie auf und schiebt den Satz in die Tasche. Ab 10 Einlegern wiegen wir jeden Satz auf der Tischwaage gegen das Sollgewicht, darunter genügt die Sichtprüfung am Platz. Alle 100 Mappen vergleicht die Schichtleitung mit dem freigegebenen Muster. Wie das im Detail läuft, beschreibt die Technik Zusammentragen nach Stückliste; was Sie vor der Vergabe klären sollten, steht im Ratgeber Präsentationsmappen konfektionieren lassen.

Welche Varianten gibt es – und worauf achten wir?

VarianteArbeitsschritte · Technik · worauf wir achten
A4-Angebotsmappe mit einer TascheLasche kleben, pressen, drei Einleger einlegen · Flächenverklebung an Klebeanlage I · Tasche rechtwinklig, kein Kleberaustritt an der Taschenkante.
Präsentationsmappe mit zwei Taschen und VisitenkartenschlitzBeide Laschen kleben, Visitenkarte einstecken · Flächenverklebung und Klebepunkt · Schlitz bleibt frei von Kleber, die Karte sitzt gerade.
Mappe mit UV-Lack oder Softtouch-OberflächeLasche mit Heißkleber schließen · Hot-Melt an Anlage III · Klebetest nach 24 Stunden auf der veredelten Fläche.
Mappe mit breitem Rücken für dicke InhalteRücken auf zwei Rillungen von Hand vorbrechen, Laschen kleben · Handfalz mit Falzbein, Flächenverklebung · kein Falzbruch im Druckbild am Rücken.
Exposé- oder Produktmappe mit MaterialmusterMuster mit Klebepunkten einsetzen, Unterlagen einlegen · Klebepunkt-Verklebung von Hand · Muster ablösbar, Position laut Foto in der Arbeitsanweisung.
Kleinauflage für einen Pitch oder eine TagungWenige hundert Mappen komplett von Hand · Klebepunkte oder doppelseitiges Klebeband statt Anlage · jede Mappe einzeln gegen das Muster.

Was stellen Sie als Kunde?

  • Vorgestanzte und gerillte Mappenzuschnitte, flach auf Paletten, mit Angabe der Laufrichtung.
  • Ein Referenzmuster oder eine bemaßte Skizze mit Lage von Lasche, Tasche und Visitenkartenschlitz.
  • Die Einleger je Sorte getrennt verpackt, dazu die Stückliste mit Reihenfolge und Stückzahl je Mappe.
  • Die Angabe, welche Veredelung auf der Klebelasche liegt, am besten eine lackfreie Klebefläche.
  • Die Verpackungseinheit: Mappen je Karton, Kartonbeschriftung und Stapelhöhe auf der Palette.
  • Bögen, Einleger und Kartonagen stellen Sie bei; Klebstoff, Klebepunkte, doppelseitiges Klebeband und Versandkartons stellen Sie ebenfalls bei oder APOOL WERKE beschafft sie nach Ihrer Vorgabe und rechnet sie mit Beleg ab.

Welche Termine sind typisch – und wie viel Vorlauf brauchen wir?

Angebotsmappen werden vor allem vor Messen gebraucht: für die Frühjahrsmessen von Januar bis März, für die Herbstmessen ab August. Dazu kommt das Jahresende, wenn Unternehmen Jahresmappen, Kundengeschenke und Unterlagen für den Vertriebsstart im Januar vorbereiten. Rechnen Sie ab Druckende mit etwa einer Woche für Abholung, Erstmuster und Serie bei Auflagen bis rund 20.000 Mappen; allein das Erstmuster braucht 2–5 Tage, weil die Verklebung 24 Stunden abbinden muss. Wird der Druck später fertig als geplant, gilt: Eilaufträge auch am Wochenende und an Feiertagen, mit Zuschlag von 25 % am Wochenende oder 15 % für Express – Richtwert – Angebot nach Anfrage und Muster.

Beispiel aus der Praxis

Eine Akzidenzdruckerei aus dem Münsterland ließ für einen Landtechnik-Hersteller 12.000 Angebotsmappen vor einer Frühjahrsmesse kleben und befüllen. Die Zuschnitte kamen auf sechs Paletten, außen mit Softtouch-Lack, die Klebelaschen waren ausgespart. Der Klebetest nach 24 Stunden hielt mit Dispersionskleber, sodass die Mappen an Klebeanlage I liefen – bei 1.000 bis 1.500 Mappen je Stunde rund 8 bis 12 Stunden Anlagenzeit. Vier Zusammentragplätze legten je Mappe vier Einleger nach Stückliste ein. Das Kleben lag bei 120 € – 360 € plus Einrichtung 60 € – 180 €, das Zusammentragen der 48.000 Einleger bei 480 € – 1.440 €. Dreiundvierzig Zuschnitte mit geknickter Lasche aus dem Transport gingen mit Foto im Protokoll zurück; geliefert wurde zu 50 Mappen je Karton – Richtwert – Angebot nach Anfrage und Muster.

Welche Leistungen passen?

Welche Falz- und Klebearten kommen vor?

Häufige Fragen: Präsentations- und Angebotsmappen

Muss die Klebelasche frei von Lack sein?

Bei UV-Lack, Softtouch und Folienkaschierung ist eine ausgesparte Klebefläche der sicherste Weg, weil Dispersionskleber dort oft nicht dauerhaft hält. Ist schon gedruckt, testen wir am Erstmuster Hot-Melt. Nach 24 Stunden Abbindung sehen Sie auf den Fotos, ob die Tasche beim Öffnen hält.

Wie viele Mappen schaffen Sie am Tag?

An einer Klebeanlage laufen 1.000 bis 1.500 Mappen je Stunde. Wie viele am Tag fertig werden, hängt meist am Befüllen: Mit mehreren Zusammentragplätzen parallel halten wir mit der Anlage Schritt. Die genaue Laufzeit nennen wir nach dem Erstmuster.

Stecken Sie auch Visitenkarten in den Schlitz?

Ja. Die Visitenkarten kommen je Person gebündelt von Ihnen, wir stecken sie in den vorgestanzten Schlitz und prüfen, dass sie gerade sitzt. Bei personalisierten Mappen hält eine Liste fest, welche Karte in welche Mappe gehört.

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Schicken Sie Produkt, Stückzahl, Einleger, Falzart, Klebestellen und Abholort: Sie erhalten Preis je Stück, Einrichtung, Laufzeit und Transportkosten. Elisabeth Zachová berät Sie auf Deutsch, Mo–Fr 7:00–17:00 Uhr.

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